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Gattung Adelphobates:Einklappen

Abb.: Stammbaum Dendrobates
© 2006 Thomas Ostrowski
Etymologie

Der Gattungsname Dendrobates entstammt den griechischen Wörtern dendro = Baum und bates = Läufer, woraus der umgangssprachliche Populärname „Baumsteiger“ abgeleitet wurde. Der Name bezieht sich auf die teilweise Lebensweise einiger Arten, wobei die enthaltenen Arten nur wenig klettern und eine eher bodenorientiert Lebensweise führen. Die Gattung Dendrobates ist namensgebend für die ganze Familie Dendrobatidae (Baumsteigerfrösche bzw. Pfeilgiftfrösche).

Taxonomie & Systematik

Die Gattung Dendrobates wurde 1830 von Wagler aufgestellt. Ursprügliche war Hyla nigerrima Spix, 1824. Die Typenexemplare gingen jedoch im Zweiten Weltkrieg verloren. Laut Peters (1873, zitiert in Silverstone 1975) handelte es sich jedoch um mit der Art Ameerega trivittata (Spix 1824) identische Exemplare. Da weitere Arten aus der ehemaligen Gattung ausgegliedert wurden und nicht mehr als Typus zur Verfügung standen, legte Silverstone in seiner umfassenden Gattungs-Revision 1975 die Art Calamita tictorius Schneider 1799 als Typus fest. Nach den Regeln des ICZN (International Code of Zoological Nomenclature) gilt als Erstbeschreiber jedoch Cuvier und nicht Schneider, da Cuvier die Art bereits 1797 als Rana tinctoria gültig beschrieben hatte. Als heute e Typusart der Gattung Dendrobates Wagler 1830 muss also Rana tinctoria Cuvier 1797 gelten deren wissenschaftlich korrekte Bezeichnung somit Dendrobates tinctorius (Cuvier 1797) lautet.
Geschwistergattung von Dendrobates Wagler, 1830 ist Oophaga Bauer, 1988 mit der sie gemeinsam mit den weiteren verwandten Gattungen Adelphobates Grant et al 2007, Minyobates Myers, 1987, Phyllobates Duméril & Bibron, 1841 und Ranitomeya Bauer, 1988 in der taxonomischen Einheit einer Unterfamilie als Dendrobatinae zusammengefasst wird.

Silverstone (1975) ordnete in seiner Revision bereits 16 Arten der Gattung zu. Bis 2006 waren daraus mehr als 30 gültige Arten geworden (Frost 2005). Nach einer erneuten umfassenden Revision von Grant et al. (2006) verkleinerte sich die Gattung jedoch drastisch. Nach Ausgliederung der Gattungen Adelphobates, Oophaga und Ranitomeya und der isierung von D. azureus zu D. tinctorius (Wollenberg et al. 2006) enthält die Gattung nun nur noch 5 gültige Arten: D. auratus, D. leucomelas, D. nubeculosus, D. tinctorius und D. truncatus.
Die Zuordnung der nur von einem Exemplar bekannten Art D. nubeculosus durch Jungfer & Böhme 2004 erfolgte aufgrund er Gemeinsamkeiten. Als nächster Verwandter wird D. leucomelas angenommen. Auch aufgrund des Vorkommens auf dem Guyana-Schild scheint eine Zugehörigkeit der Art zur Gattung Dendrobates sehr wahrscheinlich.

Gattungskriterien

Die Abgrenzung zu den anderen Gattungen erfolgte aufgrund er genetischer, morphologischer und er Merkmale. Die Gattung Dendrobates enthält nun nur noch die mittelgroßen bis großen Arten der Familie Dendrobatidae mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 25 – 60 mm. Nach Grant et al. (2006) zeichnet sich die Gattung durch folgende morphologische Merkmale aus: Alle Arten sind auffällig grell gefärbt (). Die Arten D. auratus und D. tinctorius zeigen einen hohen Grad an . Außer der Art D. truncatus weisen die Arten keine auf und - oder fehlen völlig. Die Zeichnung besteht meist aus Flecken, Bändern oder anderen großflächigen Mustern, die auch innerhalb einer Population stark variieren können. Schwimmhäute sind nicht vorhanden und Finger I ist kürzer als Finger II (vs. Phyllobates mit I > II). Die Zehen weisen verbreiterte Haftscheiben auf die bei männlichen Tieren meist ausgeprägter sind. Weibliche Tiere zeigen oft eine etwas größere auf, ansonsten fehlt aber ein ausgeprägter . Die Haut ist meist glatt ohne Granulierung. Alle Arten besitzen in der Haut e e. Die Larven sind relativ groß (bis 40 mm) bzw. , weisen ein normales (unspezialisiertes) auf und ernähren sich hauptsächlich von Moskitolarven.
Die Arten sind genetisch gut von den anderen Gattungen abzutrennen und lassen sich untereinander alle miteinander verpaaren. Die F1-Hybriden sind lebensfähig aber unfruchtbar. Ethologische Gemeinsamkeiten sind unter anderem eine bodenorientierte Lebensweise, Nutzung größerer Phytotelmata (z.B. Baumhöhlen) für die Entwicklung der Larven und ein leiser Summ-Ruf (Ausnahme D. leucomelas mit einem melodisch lautem Trillern). Beide Geschlechter besetzen große Reviere. Weibchen zeigen untereinander eine starke Aggressivität. Das Weibchen leitet die Paarung ein während das Männchen die alleinige Brutpflege übernimmt.


Abb.: Verbreitungsgebiet Dendrobates
© 2008 Thorsten Mahn

Biogeographie

Die Verbreitung der Gattung erstreckt sich von Nicaragua über Costa Rica und Panama (D. auratus), bis in das nördliche Südamerika von Kolumbien, Venezuela, Guyana, Surinam, Französisch Guyana bis ins nördlichen Brasilien. Die Gattung Dendrobates ist damit ein typisches Faunenelement des Guyana-Schildes im nördlichen Südamerika östlich der Anden und nördlich des Río Amazonas. Bei der Auffaltung der Anden vor etwa 10 Mio. Jahren erfolgte vermutlich die Trennung von der westandinen Geschwistergattung Oophaga (Silverstone 1975). Die Art D. auratus konnte vermutlich nach Auffaltung der Anden die trockeneren Savannen im Norden Venezuelas und Kolumbiens überwinden und entlang der karibischen Küsten bis nach Nicaragua auf den mittelamerikanischen Isthmus vordringen.Von dort besiedelte D. auratus dann vermutlich sekundär wieder das kolumbianische Tiefland westlich der Anden. Auch die Verbreitungslücke der Gattungen Oophaga und Phyllobates im südlichen Panama (Darien) konnte die Art aufgrund ihrer großen Anpassungsfähigkeit erfolgreich besiedeln. Die Trennung von Dendrobates und Ranitomeya im Westen erfolgte vermutlich nicht durch den Verlauf des Río Amazonas (Fluss-Barrieren-Hypothese), sondern durch ehemalige alte geologische Formationen (Paleo-Gebirgskämme und -bögen) die längst verwittert und heute nicht mehr vorhanden sind (Noonan & Wray 2006). Die Art R. ventrimaculata konnte z.B. entlang des Stromgebietes des Amazonas trotz großer Zuflüsse bis in den Guyana-Schild vordringen, wo sie heute mit Dendrobates tinctorius sympatrisch vorkommt. Von Adelphobates sind die Arten der Gattung im Süden allerdings durch den breiten Strom des Amazonas streng allopatrisch getrennt, was eine divergierende Entwicklung beider Linien sicher begünstigt hat und deren genetische Distanz erklärt.

ReferenzenEinklappen
FROST, D.R. (2007): Amphibian Species of the World: an Online Reference. Version 5.0 (1.02.2007).
XXElectronic Database accessible at http://research.amnh.org/herpetology/amphibia/index.php
XX Am.Mus.Nat.Hist. New York, USA.
GRANT, T . , FROST, D. R. , CALDWELL, J. P. , GAGLIARDO, R. , HADDAD, C. F. B. , KOK, P. J. R. ,
XXMEANS, D.B. , NOONAN, B. P. , SCHARGEL, W. E. & W.C. WHEELER (2006): Phylogenetic
XXsystematics of dart-poison frogs and their relatives (Amphibia, Athesphatanura, Dendrobatidae).
XX - Bulletin of the Am.Mus.Nat.Hist. 299. (PDF)
NOONAN, B. P. & K. P. WRAY (2006): Neotropical diversification: the effects of a complex history on
XX diversity within the poison frog genus Dendrobates. - J. Biogeogr 33: 1007–1020.
SILVERSTONE, P.A. (1975): A Revision of the Poison-Arrow-Frogs of the Genus Dendrobates Wagler.
XX- NatHist.Mus. Los Angeles County, Sci.Bull. 21: 1-55. (PDF)
WOLLENBERG, K. , M. VEITH, B.P. NOONAN & S. LÖTTERS (2006): Polymorphism versus species richness.
XXSystematics of large Dendrobates from the eastern Guiana Shield (Amphibia: Dendrobatidae).
XX- Copeia (4): 623 - 629. (PDF)
FotosEinklappen

Adelphobates castaneoticus
© 2006
Thomas Ostrowski
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Adelphobates galactonotus
"Orange"
© 2004 Olaf Dirks



Adelphobates quinquevittatus
© 2004 Olaf Dirks

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